Die Sorge um einen Nachfolger |
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Ein wertvolles Lebenswerk droht verloren zu gehen |
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Vier Jahrhunderte ureigene brasilianische Architekturgeschichte können in Amarantina, rund 20 km entfernt von Ouro Preto, besichtigt werden. Das Museum der Miniaturen ist ein echter Leckerbissen für Liebhaber von Perfektion und Genauigkeit bis ins kleinste Detail. Liebevoll wurden hier die ausdruckvollsten nationalen Architekturmonumente von den Geschwistern Décio, Ênnio, Evangelina und Sylvia Vilhena nachgebildet. |
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Wie kamen sie auf diese interessante Idee?Bei ihren Reisen in Europa sahen sie Nachbildungen von Monumenten aus künstlichen Materialien und importierten diese Idee nach Brasilien. Die Teile, aus denen die Nachbildungen in geschickter Handarbeit gebastelt wurden, entsprechen im Miniaturenmuseum von Amarantina jedoch den gleichen Materialien der Originalmonumente. Dadurch gelingt eine verblüffend authentische Darstellung. |
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Wie entsteht so eine Miniatur eines historischen Bauwerks?Die Geschwister Vilhena reisten durch ganz Brasilien. Auf Fotos dokumentierten sie die Bauwerke, die sie nachbilden wollten. Jedes der Geschwister war verantwortlich für einen bestimmten Teil der Gesamtarbeit. Ênnio, geboren 1918, ehemals Finanzbuchhalter von Beruf, übernahm den Entwurf und die Herstellung der winzigen Werkzeuge die zur Konstruktion benötigt wurden. Auch entwarf er das System für die Konstruktion der nur zwei Zentimeter starken Wände und modellierte die Dachziegel und die Metallgitter. |
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Décio, geboren 1916, Chefpilot bei internationalen Fluggesellschaften, fertigte die Steine und die Holzschnitzereien. Sylvia, geboren 1922, Banksachbearbeiterin, schnitzte Details in die Specksteine, wie z.B. eine hervorgehobene, nur fünf Zentimeter große Jungfrau Maria, die eine Nische im Zentrum des Klosters São Francisco von Olinda (PE) ausfüllt. Hierbei wurde die Nähnadel zu ihrem wichtigsten Werkzeug. Evangelina, geboren 1920, Lehrerin und bis zur Pensionierung Mitarbeiterin bei der Sozialfürsorge, bereitete den Garten und die Beete vor, in dem ebenfalls Miniaturen aufgestellt sind. Zudem leitet sie die Administration des Museums. |
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Was steckt noch hinter dieser Idee?1981 wurde das "Projekt Miniaturen" von den vier Geschwistern erdacht und entwickelt. In dem kleinen Ort AMARANTINA, der zur Gemeinde OURO PRETO gehört, riefen sie am Rande der RODOVIA DOS INCONFIDENTES eine große Initiative ins Leben, die mit dem Tourismus als Partner der Kultur einhergehen sollte. |
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So ist in dem "Projekt Miniaturen" eine Kunsthandwerkschule eingebunden, die den Einwohnern in der Region kostenlos "Know how" zur Verfügung stellt, um dem einheimischen Kunsthandwerk, das einen großen Stellenwert in der Region besitzt, eine angemessene wirtschaftliche Grundlage zu ermöglichen. |
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Mit der ständigen Ausstellung der Miniaturmonumente, deren ungewöhnlicher Ausdruck und künstlerischer Wert von den bedeutendsten Künstlern in Minas Gerais anerkannt ist, beabsichtigt das "Projekt Miniaturen" vom großen, nach Ouro Preto fließenden Touristenstrom, profitieren zu können. Die dadurch erzielten Einkünfte kann der gemeinnützige Verein kontinuierlich in die Weiterentwicklung investieren und die Kunsthandwerkschule unterhalten, wodurch ein wertvoller Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen der einheimischen Bevölkerung geleistet wird. |
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Wie sieht die Zukunft des Museums aus?Die Hauptsorge der vier Geschwister dreht sich um die Zukunft ihres Lebenswerkes. Sie alle entstammen den Jahrgängen 1916, '18, '20 und '22. Die Jüngste, Evangelina, ist also 79 Jahre alt. Sie wissen, dass sie die Führung des Museums bald in jüngere Hände legen sollten. Aber es findet sich niemand, der bereit ist, diese Aufgabe zu übernehmen. Die vier haben beschlossen, nicht von dieser Welt zu gehen, bevor sie das Problem gelöst haben. |
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Wo genau befindet sich das Museum?Das Museum der Miniaturen befindet sich in AMARANTINA, bei Kilometer 65 an der Rodovia dos Inconfidêntes. Die Adresse:PROJETO REDUÇÃO RUA A 131 |
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